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Spiegel vs. Focus — the Switch.

Es ist passiert – ich bin gewechselt. Das Focus Abo wird gekündigt, der Spiegel kommt ins Haus. Für einen klassisch konservativen, gut bürgerlich Angestellten CSUler eigentlich ein Unding, aber ich pack’s nicht mehr.

Focus oder Spiegel

Focus oder Spiegel?

Ich bin jetzt drei Wochen zweigleisig gefahren. Und während der Spiegel über den Stotterstart von Schwarz gelb, danach über weitere Folgen der Wirtschaftskrise, und diese Woche über Jung und Afghanistan schreibt, ging’s im Focus diese Woche um den Herzinfarkt. (??)
Ein paar Wochen zuvor hatte der Focus noch durch Glück einen Treffer: Eine Woche nach der Titelstory über Depression warf sich Robert Enke vor den Zug.

Aber leider war man nicht immer so glücklich. Und so langweilten mich die Herren um Helmut Markwort eher mit Lifestyle Themen anstatt mir das zu liefern, was ich lesen will: Fakten Fakten Fakten zum Thema Politik.

Beim Spiegel ist das anders. Gut – die Journalisten sind immernoch linkes Gesocks, die Leserbriefe sozialromantische Katastrophenlektüre und bei jedem Artikel könnt ich Zeile für Zeile kotzen, aber immerhin. So wird man auch zu Nachdenken und Widerspruch angeregt. Bei jedem Artikel, den ich im Spiegel les, baut sich in meinem Kopf parallel die konservative, bürgerliche Gegenargumentation auf.

Der einzige Moment, bei dem ich beim Focus noch nachdenk ist, wenn ich den Fragebogen eines B-Promis auf der letzten Seite les und mich frag, warum ich die letzten 10 Minuten und 3,70€ nicht sinnvoller verwendet hab.

Und als letzter Clou kommt nun die Printversion des Spiegel 1:1 als App aufs iPhone. Und das schon Samstags statt Montags. Also dann: Servus Markwort. Vielleicht wird’s nächstes Jahr mit dem neuen Chefredakteur besser.

Bis dahin Spiegel.

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2 Responses to “Spiegel vs. Focus — the Switch.”


  1. 1 Konsumkind
    11. Dezember 2009 um 2:08 pm

    Hinkt der Vergleich zwischen Spiegel und Focus nicht etwas?
    FAZ/WELT würde man auch ja auch kaum mit der Bild vergleichen… Der Focus ist eben die „Schlampe“ der Politmagazine. Stern vs Spiegel wäre viel sinnvoller.

  2. 2 ben
    11. Dezember 2009 um 10:05 pm

    Das Problem ist, dass FAZ und WELT (letztere stammt übrigens vom Springer-Verlag, und ist wirklich die „Bild“ für reiche) schonmal nicht das gleiche Kosten, wie die Bildzeitung.

    Der Focus setzt aber doch in der gleichen Preisklasse an, von daher würde ich ihn schon vergleichen und ein bisschen was erwarten. Und es ist ja jetzt nicht wirklich so, dass der Focus reißerischen „Journalismus“ machen würde, wie ihn die Bildzeitung praktiziert. Da steckt schon mehr dahinter, das muss ich dem Focus schon zugestehen. Aber mir reicht’s jetzt letztendlich doch…

    Den Stern kann ich natürlich auch gerne in den Vergleich ziehen, aber: Das einzige, was ich beim Stern gebrauchen kann, ist Jörges Zwischenruf aus Berlin und die 2 Rätsel. Was den Rest des Stern angeht, zwei Kleinigkeiten: Hitler Tagebücher, und folgende Radiomeldung Anfang dieses Jahrtausends: „Der große Spendenskandal der CSU hat sich heute morgen in Luft aufgelöst.“

    Der Stern kommt mit riesen Wunderstories, nur damit diese dann wie ein Kartenhaus zusammenfallen. Fällt also vollends durch.


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